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09.01.2018

Telefonstörung behoben

Geschätzte SVIT Interessierte und Mitglieder. Gemäss Netzbetreiber IP-Telefonie konnte die...

07.12.2017

OWI Herbst 2017: Anhaltende Überproduktion am Schweizer Mietwohnungsmarkt

Der Mietwohnungsmarkt der Schweiz entspannt sich weiter. Die Insertionszeiten auf...

 

SVIT Senior Zürich

  

Chancen für Senioren

 

Eigentlich ist es für viele Menschen schon schwer genug, eine gut ausgestattete,

möglichst ruhige und zahlbare Wohnung zu finden. Ärgerlich wird es, wenn bei

der Wohnungssuche manchmal Zufälle oder Nebensächlichkeiten Regie führen.

Ein 25-jähriger erledigt seine Wohnungsbewerbung von unterwegs, übers

Internet und mit seinem Smartphone. Ein 70-jähriger meldet sich vielleicht erst

einen Tag später, weil er noch die Zustellung eines Formulars abwartet und

dieses von Hand ausfüllt.

 

Im Kanton Zürich ist ein Anteil von rund 17% der Bevölkerung heute älter

als 65 Jahre. Schon bald kommt eine Phase, während der die geburtenstarken

Jahrgänge pensioniert werden. Die Alterspyramide erfährt in den nächsten 20

Jahren noch einmal eine markante Änderung: Die meisten Bevölkerungs-

prognosen lassen darauf schliessen, dass der Anteil der Seniorinnen und

Senioren weiter stark steigt. «Auf dem Wohnungsmarkt hat diese Altersgruppe

aber oft einen schweren Stand», sagt Dieter Beeler, Präsident des Branchen-

verbands SVIT Zürich. Das hat zum einen damit zu tun, dass diese Menschen

nicht wie die junge Generation in die Welt der Digitalisierung und des Internets

hineingewachsen sind. Sie sind im Umgang mit Online-Plattformen und neuen

Kommunikationsmitteln nicht so versiert wie die Jungen; wenn dann einmal ein

passendes Wohnungsangebot auf dem Markt ist, reagieren sie weniger schnell

und agieren in der Praxis nicht so flexibel. «Bis sich ältere Menschen für eine

Wohnung bewerben», so Beeler, « ist sie oft schon vergeben.»

 

Neue Wohnkonzepte für «Wohnen im Alter» mit Betreuung und Service, teils residenz-

ähnliche Wohnformen mit allem Drum und Dran finden zwar in der Öffentlichkeit

eine grosse Resonanz, kommen aber schon allein der meist hohen Kosten

wegen nur für eine Minderheit infrage. Alters-WGs und Mehrgenerationenhäuser

versprechen auf den ersten Blick einen innovativen Lösungsansatz – doch solche

Wohnformen mit all den täglichen Fragen und Reibungsflächen eignen sich

nicht für alle Menschen dieser Generation.

 

Kommt hinzu, dass längst nicht alle Rentnerinnen und Rentner finanziell auf

grossem Fuss leben. Sicher liegen die Altersrenten heute höher als früher, den-

noch sucht ein überwiegender Teil der Interessenten im preisgünstigen Seg-

ment. Und damit sind sie direkt in Konkurrenz mit sehr vielen anderen Gruppen,

die ebenfalls im engen Markt von preiswerten Wohnungen suchen. «Wir gehen

davon aus, dass die meisten Rentner Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern

suchen, und zwar in einem Bereich von 1'500 bis rund 1'800 CHF Monatsmiete»,

erläutert Dieter Beeler. Zu Not- und Härtefällen kann es kommen, wenn Menschen dieser Generation von einer Sanierung oder dem Abbruch eines Miethauses

betroffen sind.

 

Der SVIT Zürich lanciert daher in Kooperation mit Pro Senectute das Projekt

SVIT Senior Zürich. Im Kern geht es darum, dass sich pensionierte

Profis aus der Immobilienbranche als Freiwillige melden, um Senioren bei der

Wohnungssuche zu unterstützen. Gute Kontakte zu den Verwaltungen, Erfahrung

aus langjähriger Praxis und Kenntnisse des Wohnungsmarkts wären für Leute

in sozial schwierigen Situationen Gold wert. Laut Beeler möchte man sich aber

wirklich auf die schwierigen Fälle konzentrieren und nicht auf «normale» Wohn-

ungswechsel und Umzüge. Das Pilotprojekt umfasst den Aufbau eines

Coachings für ältere Menschen, Informationsveranstaltungen und ein Stück weit

auch Öffentlichkeitsarbeit.

 

Den Verantwortlichen des SVIT Zürich ist dabei bewusst, dass sich die Aktions-

gruppe auch mit gewissen Vorurteilen bei Vermietern und Verwaltungen gegen-

über Senioren auseinandersetzen muss. Solche Vorurteile sind aber aus der

Sicht von Dieter Beeler in der Regel unbegründet: «Die meisten Menschen dieser

Generation sind angenehme Mieter. Sie halten sich an die Regeln des Zusam-

menlebens und haben eine gute Zahlungsmoral.»

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website "SVIT Senior Zürich".