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Deutsche Wohnungswirtschaft: Studie plädiert für verstärkte Privatisierung
Zu den grössten Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft zählen der Umbau des Wohnungsbestandes für eine stark alternde Gesellschaft sowie die energetische Sanierung. Ein Thesenpapier, das die Deutsche Wohnen AG zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt herausgegeben hat, will Wege zur Finanzierung dieser Aufgaben aufzeigen.
Die Arbeitspapier mit dem Titel „Wohnungswirtschaft im Wandel: Möglichkeiten und Grenzen öffentlicher Finanzierung in der Wohnraumversorgung“ wurde unter Federführung von Professor Dr. Andreas Pfnür erstellt und beschäftigt sich mit der Frage, ob Bund, Länder und Kommunen in der Lage sind, diese hohen Anforderungen zu erfüllen.
„Die Wohnungswirtschaft soll viele Probleme zugleich lösen, den demografischen Wandel, den Klimaschutz und sie soll natürlich auch Wohnraum in den „richtigen“ Lagen zur Verfügung stellen. Dies sind Aufgaben, die sehr viel kosten“, erläutert Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG. Die Dreigliedrigkeit des deutschen Wohnungsmarktes habe sich bisher bewährt, neben privaten stehen genossenschaftliche und kommunale Unternehmen bereit. Die grossen finanziellen Herausforderungen, die jetzt auf die Wohnimmobilienwirtschaft zukommen, würden nun zu neuen Allianzen führen. „Langfristig orientierte strategische Investoren mit Immobilien-Know-how können in neuen Kooperationsformen zu Partnern der Kommunen werden,“ so Zahn. Aus den Wohnungsprivatisierungen der vergangenen Dekade seien gemeinsam Lehren zu ziehen, denn nur so könnten Fehler vermieden werden.