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Montag, 04. April 11

Immobilienbranche an der Spitze

Laut dem Unternehmensspiegel Ostschweiz 2010 der Fachhochschule St. Gallen steht die Immobilienbranche finanziell am besten da.

Bereits zum zweiten Mal hat das Institut für Unternehmensführung (IFU) an der Fachhochschule St. Gallen seinen Unternehmensspiegel Ostschweiz durchgeführt: 450 Unternehmen aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell nahmen an der Umfrage teil. Sie gaben in der Umfrage ihre eigene Einschätzung darüber ab, wie ihr Unternehmen dasteht.

 

Bei Umsatzwachstum und Rendite zeigt der neue Unternehmensspiegel Ostschweiz im Vergleich zum Vorjahr eine breitere Streuung. Zwar gaben 2010 mehr Betriebe höhere Werte an als 2009, doch auch die Nennung tieferer Werte hat sich erhöht. Lag das Umsatzwachstum bei den befragten Unternehmen 2009 noch bei 5 Prozent, so lagen die häufigsten Nennungen 2010 zwischen 0 und 5 Prozent. Allerdings gaben die befragten Unternehmen 2010 höhere Renditen an als im Vorjahr.

Stärken orten die befragten Unternehmen bei internen Faktoren. Der durchschnittliche Gewerbebetrieb ist gut mit Eigenkapital versorgt und hat zufriedene Mitarbeiter. Er erbringt eine hohe Leistungsqualität, hat klare Kernkompetenzen und zufriedene Kunden. Als zufriedenstellend schätzt der durchschnittliche Betrieb seine Effizienz wie auch die Zahl der Neukunden ein. Bei den externen Faktoren orten die Unternehmen Handlungsbedarf bei Gesetzgebung und Administration. Kritisch gesehen wird, anders als 2009, die Preisentwicklung bei Energie und Rohstoffen.

 

Hinsichtlich ihres Finanzerfolgs schloss wiederum das Grundstücks- und Wohnungswesen am besten ab. Danach folgen verschiedene Dienstleistungskategorien. Vom zwölften auf den achten Platz vorgedrungen ist im neuen Unternehmensspiegel das Gastgewerbe. Zurückgefallen ist hingegen das verarbeitende Gewerbe. Hier zeigt sich wohl die Schwäche der exportorientierten Betriebe: Die tiefsten Finanzwerte gaben diejenigen Betriebe an, die mehr als 80 Prozent ihrer Produktion ausführen. Grund dafür dürfte die Schwäche von Euro und Dollar sein. Regional am besten stehen die Betriebe aus Appenzell Innerrhoden da.

 

Der Unternehmensspiegel bietet nicht nur einen Überblick darüber, wie die Ostschweizer Unternehmen verschiedener Branchen dastehen. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten eine Grafik zurück. «Man sieht im Bild, wie man sich selber einschätzt, und wie man im Vergleich zum Besten der Branche und dem Branchendurchschnitt dasteht», sagt Institutsleiter Roland Waibel.

 

(Toggenburger Tagblatt)