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US-Immobilienmarkt weiter im Keller
So eine trübe Lage am US-Immobilienmarkt hatten die Analysten nicht erwartet. Die Eigenheimverkäufe stürzten im Februar auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Statistik vor fast 50 Jahren. Die amerikanische Immobilienkrise ist damit auf ihrem Tiefpunkt angelangt. Die Zahl der verkauften Häuser fiel um 16,9 Prozent auf 250.000 Häuser, das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Statistik 1963. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich einen leichten Rückgang auf 290.000 erwartet, nachdem im Januar noch 301.000 Eigenheime veräußert worden waren.
Wegen der niedrigen Nachfrage fielen auch die Immobilienpreise, um beachtliche 14 Prozent. Damit kostet ein Neubau so wenig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Im Schnitt müssen die Amerikaner derzeit einen Preis von 202.000 Dollar für ein neues Eigenheim bezahlen – ein Schnäppchen im Vergleich zu den Preisen vor Ausbruch der Immobilienkrise. Die Gründe für den Preissturz sind das allgemeine Übernahmeangebot und weiter zunehmende Zwangsversteigerungen.
Schon vergangene Woche gab es schlechte Zahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt. Die Baugenehmigungen und –Baubeginne erreichten im Februar mit 517.000 beziehungsweise 479.000 Rekordtiefs und lagen damit deutlich unter den prognostizierten Werten.
Zahlen belasten den Aktienmarkt
Anders als vor einer Woche hatte die Eigenheimstatistik durchaus kursbewegendes Potenzial. Nach Veröffentlichung der Zahlen gab der Dow Jones rund 50 Punkte ab und sank auf ein Tagestief von 11.974 Punkten. Auch der Dax verlor kurz nach Veröffentlichung zehn Punkte, erholte sich aber kurz darauf wieder.