Detailhandelsriesen, Einrichtungshäuser und die Immobilienbranche setzen sich gegen «wirkungslose Umweltauflagen» zur Wehr. Sie kritisieren die Behörden und verlangen eine bessere Koordination von Raumplanungs-, Umwelt- und Verkehrspolitik.
Für untauglich halten sie etwa Parkplatzreduktionen bei Einkaufszentren. Umweltauflagen ohne nachweisbaren Nutzen würden nicht mehr länger akzeptiert, hielten Vertreter von espace.mobilite, der Interessengemeinschaft von Migros, Coop, Maus Freres, Ikea, Pfister und dem Verband der Immobilien-Investoren (VIV), am Donnerstag vor den Medien in Zürich fest. Die heutige Umweltschutzgesetzgebung torpediere eine sinnvolle Raumplanung und produziere eine fatale, kontraproduktive Wirkungskette mit negativen Folgen auch für die Umweltpolitik. Bemängelt wird insbesondere, dass bei Einkaufszentren und Fachmärkten das Augenmerk vorab auf die Einhaltung der Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung gelegt werde. Gestützt auf verschiedene Studien kommt espace.mobilite zum Schluss, dass Restriktionsmassnahmen wie Parkplatzreduktionen und Fahrtenbeschränkungen nichts an den eigentlichen Beweggründen änderten, das Auto zum Einkaufen zu benützen. Vielerorts bewirkten solche Massnahmen aber nachweislich einen Umsatzrückgang und Mindereinnahmen, hiess es. Zudem seien sie oft kontraproduktiv, führten sie doch zu Such- und Ausweichverkehr und damit zu Mehremissionen.
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