Leerwohnungserhebung 2019: 1,66% leere Wohnungen und 2,22% im Angebot

Der Bestand an leeren Miet- und Eigentumswohnungen steigt im Jahresvergleich weiter leicht. Am Markt sind derweil über 100'000 Wohnungen zur Vermietung oder zum Verkauf ausgeschrieben.

Der Angebotsüberhang am Schweizer Wohnungsmarkt wächst weiter, wenn auch weniger stark als in vergangenen Jahren. Zum Stichtag 1. Juni 2019 standen in der Schweiz gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik 75’323 Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser leer (detaillierte Zahlen des Bundesamts für Statistik). Dies entspricht einer Quote von 1,66% und einer Zunahme um 3029 Einheiten gegenüber dem Vorjahr (1,62%).

In den Kantonen mit Formularpflicht für den Anfangsmietzins – es sind dies Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Neuenburg, Waadt, Zug und Zürich – liegt die Quote vereinzelt über der als «Wohnungsmangel» bezeichneten Marke von 1,5%. So weisen die Kantone Freiburg 1,83% und Neuenburg 2,39% aus.

Der SVIT Schweiz schätzt, dass der Leerstand im Mietwohnungssegment von schweizweit 2,6% im vergangenen Jahr auf aktuell 2,7% gestiegen ist. Grund dafür ist das anhaltend unterdurchschnittliche Bevölkerungswachstum bei weiterhin grosser Wohnungsproduktion.

Am 1. Juni 2019 waren nach Erhebung des Datenanalyse-Unternehmens Meta-Sys insgesamt 100’635 Wohnungen auf Online-Marktplätzen zur Vermietung oder zum Verkauf ausgeschrieben, davon 40'016 Mietwohnungen und 60'619 Eigentumsobjekte. Dies entspricht einem Anteil von 2,22% am gesamten Wohnungsbestand in der Schweiz. Im 2. Quartal 2019 waren es total 210'297 Einheiten.

Der SVIT bekräftigt seine Forderung, dass die Erhebung der Leerwohnungsziffer durch marktnähere Statistiken ergänzt oder ersetzt wird. So ist die Gesamtheit der Mietobjekte in der Schweiz seit der Abschaffung der Volkszählung nicht mehr bekannt. Der Verband begrüsst die Absicht des Bundesrats, 2021 im Rahmen der nächsten Revision der Leerwohnungsstatistik eine Machbarkeitsstudie und eine Bedürfnisabklärung für eine differenzierte Erhebung zu prüfen (siehe dazu Antwort des Bundesrats auf die Interpellation 19.3325, Peter Schilliger: «Differenzen bei der Leerstandsquote auf dem Wohnungsmarkt»).

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