Das Bundesamt für Statistik BFS hat gestern erstmalig den Wohnimmobilienpreisindex IMPI veröffentlicht. Gleichzeitig wird ab 2021 der Landesindex der Konsumentenpreise LIK angepasst. Neu fliessen die elektronischen Daten grosser Bewirtschaftungsunternehmen in den LIK ein.

Nach mehrjähriger(!) Projektarbeit hat das Bundesamt für Statistik BFS Ende November erstmals die Ergebnisse des Wohnimmobilienpreisindex IMPI veröffentlicht. Der neue Konjunkturindikator dient der Überwachung der Finanzmarktstabilität, der Währungspolitik und der Steuerung der Inflation sowie der Beobachtung der Immobilienpreisentwicklung. Die Entwicklung der Transaktionspreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen wird künftig quartalsweise veröffentlicht und nach fünf Gemeindetypen (städtische Gemeinden einer grossen, mittleren oder kleinen Agglomeration bzw. ausserhalb einer Agglomeration, intermediäre und ländliche Gemeinden) aufgeschlüsselt. Die Daten für die Berechnung des neuen Index stammen von den wichtigsten Hypothekarinstituten der Schweiz. Sie verfügen über die benötigten Informationen in der gewünschten Qualität und über die erforderlichen strukturellen Variablen. Die Datenlieferanten reichern ihre Daten zu den einzelnen Immobilien mit den vom BFS gelieferten Lagevariablen an. Zwischen 2017 und 2019 wurden für die Modellierung rund 80’000 Transaktionen elektronisch erfasst. 2020 werden zur Messung der Preisentwicklung durchschnittlich 7000 Transaktionen pro Quartal verwendet.

Gleichzeitig mit der Einführung des IMPI ist die Berechnung des Preisindex des BFS mit Gültigkeit ab 2021 überarbeitet. Nebst zahlreichen Anpassungen des Warenkorbs des Landesindex der Konsumentenpreise LIK fliessen neu die elektronischen Daten grosser Bewirtschaftungsunternehmen in den LIK ein, um die Entwicklung der Wohnungsmieten zu messen. Dafür wird auf die traditionelle Erhebung (eSurvey bzw. Papierformulare) verzichtet.

Der SVIT Schweiz war in der Projektbegleitgruppe des BFS vertreten und stand dem Projekt aus wettbewerbs- und finanzpolitischen Gründen immer skeptisch gegenüber.

Daten und Details zum Wohnimmobilienpreisindex

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