Die 49-jährige Geschichte des SVIT Solothurn hat an der Generalversammlung vom 20. Mai eine unerwartete Wendung genommen.

Die vom Vorstand mangels Nachfolge traktandierte Liquidation des Vereins konnte quasi fünf vor zwölf abgewendet werden. Zahlreiche Mitglieder hatten im Vorfeld ihr Bedauern über die vorgesehene Liquidation zum Ausdruck gebracht. Die Lösung kam von aussen: Tina Strausak, vormalige Firmenvertreterin eines Mitglieds und auch bereits Beisitzerin im Vorstand, nun neu Einzelmitglied des SVIT Solothurn signalisierte ihr Interesse an der Präsidiumsaufgabe und an der Übernahme des Sekretariats. Mit dieser Ausgangslage stellte sich auch die bisherige Vizepräsidentin Myriam Merkle für das Kassenamt und Vanessa Meury für eine weitere Amtsperiode als Ausbildungsverantwortliche zur Verfügung, während sich Chantal Siegrist aus der Exekutiven zurückzieht. Der Vorstand konnte damit seinen Antrag auf Liquidation zurückziehen.

Für die Generalversammlung in Kestenholz unter Beisein von SVIT-Präsident Andreas Ingold und weiteren Gästen wurden 24 Stimmberechtigte registriert. Als Tagespräsident amtete Andreas Dürr, Mitglied des Präsidiums des SVIT Schweiz, neben der Vorsitzenden Myriam Merkle.

Über die Anträge und Wahlvorschläge herrschte überragende Einigkeit. So werden die Mitgliederbeiträge für 2021 und 2022 zulasten der Reserven auf den Beitrag an den SVIT Schweiz gekürzt. Die Förderbeiträge für die beiden Jahre entfallen vollständig.

Eine Diskussion entbrannte lediglich um die Vereins- und Sekretariatsführung durch den bisherigen Präsidenten mit besonderem Blick auf die Honorare, die im vergangenen Jahr für die beiden Funktionen ausgeschüttet wurden. Gemäss übereinstimmender Meinung ist er in die moralische und allenfalls rechtliche Verantwortung zu ziehen. Dem neuen Vorstand wurde von der Versammlung aufgetragen, das Gespräch zu suchen und danach über weitere Schritte zu beraten. Dieser Forderung wurde mit der Decharge-Verweigerung unterstrichen. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden jedoch allesamt einstimmig entlastet.

 

Solothurn

(Rechts: Myriam Merkle, Links: Tina Strausak)