Die Tessiner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben in der Volksabstimmung vom 26. September 2021 die Volksinitative “NO alle pigioni abusive, SÌ alla trasparenza" (Nein zu missbräuchlichen Mieten, Ja zur Transparenz) abgelehnt. 54,9% legten ein Nein in die Urne, 45,1% ein Ja. Angesichts des hohen Leerstands am Mietwohnungsmarkt – im Kanton Tessin stehen gemäss Berechnungen von Wüest Partner im Auftrag des SVIT Schweiz 5,6% der Mietwohnungen leer – hält eine deutliche Mehrheit die Mietzinse für ausgewogen und eine Formularpflicht für unnötig.

Nebst den Immobilienverbänden begrüsst auch die Tessiner Regierung den Entscheid. Die Statistiken zeigten, dass es auf dem Wohnungsmarkt ein grosses Angebot an Wohnungen gebe, was dazu beitrage, dass die Mieten auf einem moderaten Niveau bleiben. Der Staatsrat und der Grosse Rat hielten es daher nicht für notwendig, die Verwendung eines offiziellen Formulars für den Abschluss eines neuen Mietvertrags einzuführen. Die Regierung betont, dass die derzeit geltenden Vorschriften dem Staatsrat bereits die Möglichkeit geben, gezielt zu intervenieren, wenn in bestimmten Gemeinden ein Mangel an verfügbarem Wohnraum besteht.

Die Initiative wurden in der überragenden Zahl der Gemeinden abgelehnt, unter anderem auch in den Städten Bellinzona, Lugano und Mendrisio. SVIT Ticino, CATEF, HEV Tessin sowie Wirtschaftsverbände und bürgerliche Parteien hatten für ein Nein geworben. Detailinformationen zur Abstimmung finden Sie hier.

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