Der SVIT Bern und der Goldmaler

Zur Generalversammlung traf sich der SVIT Bern dieses Jahr im renovierten Casino Bern. Der Abend stand seiner Location in nichts nach – wie der Goldmaler im grossen Konzertsaal, setzten die Berner Immobilienprofis dem Verbandsjahr 2018/19 zum Abschluss einen Glanzpunkt auf.

Vorhang auf. Die Generalversammlung des SVIT Bern begann diesmal ganz besonders: Die Berner Immobilienprofis wurden in die altehrwürdigen Savonnier-Mauern des wiedereröffneten Casinos Bern eingeladen. Sie gehörten mitunter zu den ersten Gästen, die auf einer Führung den frischen Wind, der durch die geschichtsträchtigen Säle und Geschosse weht, erleben durften. Hier und da ertönte noch ein Bohrer, waren Handwerker und Leitern anzutreffen – und der Goldmaler befestigte sorgfältig die letzten Plättli an den Stuckaturen des grossen Konzertsaals. Die Stimmung war fröhlich und ungezwungen, viele spannende Fragen erhellten die Räume, und die fachkundige Auskunft wusste auf allen Ebenen zu überzeugen und zu beeindrucken.

Ouvertüre. Nach einem Umtrunk im Vestibül traf sich der SVIT Bern im schlichten, edlen Salon Bernois wieder. Mit Charme und Schalk eröffnete Präsident Andreas Schlecht herzlich die Versammlung und überraschte die zahlreich Anwesenden sogleich mit einem Ehrengast: Casino-Direktor Ivo Adam liess einen Blick hinter die Kulissen des Kultur Casinos erhaschen, und man konnte nur erahnen, wie viel Fleiss, Schweiss und Herzblut nach der intensiven Gesamterneuerung im goldenen Stuck verborgen sind. Von Transformation betroffen ist auch die Immobilienbranche: «Gerade deshalb sind wir gefordert, zusammenzuhalten und gemeinsam Neues zu schaffen», betonte Andreas Schlecht eröffnend, bevor er schwungvoll zur Traktandenliste der Veranstaltung überleitete.

Im Einklang. Nach dreijähriger Amtszeit stellte sich Andreas Schlecht zur Wiederwahl. Daniel Krebs übernahm als Vizepräsident gut gelaunt das Wort und ermunterte die Anwesenden ohne grosse Umschweife zur Stimmabgabe. Der einstimmige Entschluss mündete in einem herzlichen und dankbaren Applaus: Andreas Schlecht wurde wiedergewählt! Er liess es sich nicht nehmen, dem gesamten Vorstand und insbesondere Michaela Hofer, Geschäftsstellenleiterin, seinen grossen Dank auszusprechen: «Es fägt! Alle geben Vollgas und die Zusammenarbeit ist schlichtweg ausgezeichnet.». Es folgte die Wiederwahl der Revisoren sowie die Wahl der Delegierten, und auch hier befand sich die Berner Immobilienfamilie im Einklang.

Gutes Taktgefühl. Sobald es um Finanzen geht, gibt Daniel Schmid, Finanzverantwortlicher und Vorstandsmitglied, den Takt vor. Wie alle Jahre führte er gekonnt durch Erfolgsrechnung, Bilanz und Budget. «Wer die Zahlen in der Detailversion begutachten möchte, darf diese gerne bei der Geschäftsstelle beziehen», erklärte das Zahlengewissen des SVIT Bern. Den Verlust legte er im Kontext der besonders wichtigen Investitionen in die Zukunft – etwa in die Nachwuchsförderung – transparent und nachvollziehbar dar. Der Revisorenbericht fiel positiv aus, und die anwesenden Mitglieder des SVIT Bern genehmigten das Budget einvernehmlich – der Verband setzte damit erneut ein starkes Zeichen für seine Weiterentwicklung. Damit künftig kein Minus mehr resultiert, befinden sich der Dachverband und der Vorstand derzeit in strategischen Überlegungen, die voraussichtlich im Verbandsjahr 2020/21 erste Massnahmen nach sich ziehen werden.

Eingängiges Programm. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte eindrücklich: Der SVIT Bern hat zahlreiche, vielseitige und gefragte Weiterbildungen und Events durchgeführt und die Massnahmen zur Jugendförderung weiterentwickeln können. Entstanden ist zum Beispiel der SVIT Bern Young als junges Pendant zum SVIT Bern. Daniel Krebs präsentierte engagiert das Programm des nächsten Jahres, zu dem alle Mitglieder – inklusive ihrer Mitarbeitenden! – herzlichst eingeladen sind. Es ist ein mehrwertschaffendes Programm mit hochaktuellen Themen. Erstmals wird auch die neue Immobilien-Herbstmesse stattfinden, die in Zusammenarbeit mit der BEKB entstanden ist. Das Format «Zuhause», welches die Berner Eigenheimmesse ersetzt, gilt es miteinander positiv zu prägen – als Plattform für Menschen aus dem Immobilienkerngeschäft.

Harmonischer Entreacte. Dr. Adrian Haas, Präsident des Hauseigentümerverbandes Bern und Umgebung sowie Marcel Hug, CEO SVIT Schweiz, überbrachten geschätzte Grussbotschaften: Dr. Adrian Haas bedankte sich für die gelungene Zusammenarbeit und wies darauf hin, dass aktuelle politische Fragestellungen und Herausforderungen weiterhin Zusammenhalt verlangen. Marcel Hug gratulierte Andreas Schlecht zu seiner Wiederwahl und sprach ihm als wertvolles Mitglied des Exekutivrats seinen grossen Dank aus. Auch er wies darauf hin, dass in Sachen Politik weiterhin enge Zusammenarbeit gefragt ist.

Beeindruckende Jugendstimmen. Aus der Nachwuchsabteilung war ebenfalls positiver Schwung spürbar: Der QV-Campus, der Campus des SVIT Young zur Vorbereitung auf das Qualifikationsverfahren, ist ein mittlerweile beliebtes Angebot zur Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfungen. Er soll in Zukunft noch mehr genutzt werden – und bietet eine gute Gelegenheit, Themen aufzugreifen, die im Ausbildungsbetrieb zu kurz kommen. Beeindruckend waren die Leistungen der besten Lehrabgängerinnen: Lea Blaser, Immoschwab AG, schloss den betrieblichen Teil des Qualifikationsverfahrens mit einer Note von 5.7, Géraldine Jäggi, reoplan bewirtschaftungs ag, und Sara Meyer, Robert Pfister AG, mit 5.4 ab. «Besser geht es nicht mehr, aber vielleicht länger», verkündete Iris Gubler, Vorstandsmitglied, bei der Übergabe der Auszeichnungen – entsprechend erhielten alle drei ein Paket Ovomaltine und einen Weiterbildungsgutschein. Lea Blaser vertrat den Nachwuchs gekonnt: Beschwingt berichtete sie aus ihrer Ausbildung und vermochte mit ihrem jungen Spirit so manchen Immobilienprofi zu begeistern.

Finale. Die Zufriedenheit in den Reihen blieb bis zuletzt erhalten – und so kam die Generalversammlung zu ihrem gelungenen Finale, welches ganz im Zeichen des Dankes stand. Andreas Schlecht bedankte sich gebührend bei allen Anwesenden und Mitgliedern, beim Vorstandsteam und den wertvollen Sponsoren. «Die meisten unserer Jahressponsoren sind bewährte und bedeutende Firmen. Ich bedanke mich herzlich für ihre Treue, die unkomplizierten Begegnungen und ihr wertvolles, jahrelanges Mitwirken», so der Präsident. Nicht unerwähnt durfte Hanspeter Burkhalter bleiben, der aufgrund seiner wichtigen Tätigkeit zum Ehrenmitglied des SVIT Schweiz ernannt wurde. Andreas Schlecht schloss die Veranstaltung mit einem grossen Dank an alle, die mit ihrem Wirken und Umsetzen dazu beitragen, dass der SVIT Bern relevant und unverzichtbar bleibt.

Ausklang. Unter strahlendem Sonnenschein erwartete die Berner Immobilienprofis dann auf der Terrasse das gediegene Apéro. Dem warmen Spätsommertag entsprechend war die Stimmung entspannt und fröhlich, und im Burgerratssaal stand schon alles bereit für das verlockende 4-Gänge-Menü. Die stilvoll gedeckten Tische wurden durch die raumhohen Fenster hindurch in goldenes Sonnenlicht getaucht und lockerer Austausch und angeregte Gespräche erfüllten den Saal – einem harmonischen Abschluss stand nichts mehr im Wege. Dass es ein Anlass der besonderen Sorte war, lag eindeutig nicht nur am Ort des Geschehens: Der SVIT Bern hat nämlich ein Goldmalerherz – wie die verzierten Stuckaturen ist hier tatsächlich Gold, was glänzt!

Text
Nadine Hannich, diff. Kommunikation AG, diff.ch

Fotos
Reto Andreoli, Fotoatelier, retoandreoli.ch